Feuerlöscher: Das müssen Sie unbedingt wissen!

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Sind Sie für den Ernstfall gerüstet?

Feuerlöscher im Haus?

Haben Sie einen Feuerlöscher im Haus? Nein? Wozu auch. Bei Ihnen wird es sicherlich nicht zu einem Brand kommen!

Leider denken sehr viele Menschen genau nach diesem Muster und sind der Auffassung, dass im eigenen Zuhause kein Brand entstehen wird. Dennoch hört man immer wieder in den Nachrichten, dass es trotz Rauchmelder zu einem größeren Brand gekommen ist, bei dem die örtliche Feuerwehr ausrücken muss.

Lassen Sie es nicht so weit kommen!

Wir möchten Ihnen verständlich erklären, welche unterschiedlichen Brandklassen auftreten können, welche Feuerlöscher am besten geeignet sind, wie man sie benutzt und an wen Sie sich wenden können, sollten Sie noch mehr Fragen zum Thema Brandschutz haben.


 
Die verschiedenen

Brandklassen

 
 
 
 

 
So unterscheidet man

Feuerlöscher

Die Pulverfeuerlöscher

Grundsätzlich eignet sich ein Pulver Feuerlöscher dazu, um Brandquellen der Brandklassen A, B und C zu löschen. Verfügt der Löscher zusätzlich über ein spezielles Metallbrandpulver sind sie auch für die Brandklasse D geeignet.

In den folgenden drei Bildern wird der jeweilige Unterschied nochmal verdeutlicht.

Mit Glutbrandpulver

 

Mit Spezialpulver

 

Mit Metallbrandpulver

 

Die Wasserfeuerlöscher

Wasserfeuerlöscher werden zur Bekämpfung von Bränden fester Stoffe eingesetzt, die in der Regel unter Bildung von Glut verbrennen. Sie sind am besten für den privaten Gebrauch geeignet, da sie die wenigsten Rückstände verursachen.

 

Die Schaumfeuerlöscher

Schaumfeuerlöscher sind mit einem speziellen Löschschaum befüllt und sind ideal dazu geeignet, Brandherde durch ersticken zu löschen. Sie sind für die Brandklassen A und B ausgelegt, bei denen es sich um brennbare, feste und flüssige Stoffe handelt.

 

Die Kohlendioxidfeuerlöscher

Bei solch einem Löscher kommt als Löschmittel Kohlendioxid zum Einsatz. Das nicht brennbare Gas erstickt Brandherde der Brandklasse B schnell und zuverlässig ohne Rückstände zu hinterlassen.

 

Die Fettbrandfeuerlöscher

Diese Art von Feuerlöscher wurden als Sonder-Feuerlöscher speziell für den Einsatz bei Fettbränden entwickelt. Diese kommen häufig in privaten Haushalten in der Küche, aber auch in der Gastronomie, in Großküchen, Kantinen oder Imbissbetrieben vor.

 

 
Was ist zu beachten?

Bedienung eines Feuerlöschers

  • Identifizieren Sie welche Materialien brennen! Bei einem Fettbrand muss ein spezieller Löscher benutzt werden.

  • Feuerlöscher aus der Halterung nehmen. Behalten Sie trotzdem Ihren Fluchtweg im Auge, falls Sie das Feuer nicht unter Kontrolle bekommen.

  • Ziehen Sie den Sicherheitsstift, halten Sie den Schlauch gut fest und betätigen Sie den Auslöser! Bei manchen Feuerlöschern kann dies auch ein Griff oder Hebel sein. Machen Sie sich daher im Vorfeld mit Ihrem Exemplar vertraut.

  • Löschen Sie die brennenden Materialien und nicht die Flammen! Wenn Sie den Brandherd ersticken, dann verschwinden die Flammen von alleine.

Um nochmal zu verdeutlichen, wie Sie einen Feuerlöscher in den verschiedenen Gefahrensituationen richtig bedienen, haben wir für Sie das unten aufgelistete Video von Stiftung Warentest. Hier werden die unterschiedlichen Arten von Bränden, inklusive des passenden Löschmittels, demonstriert.

Sie sollten nicht nur an mögliche Brände in Ihrem Haushalt denken, sondern auch, beispielsweise an einen Brand in Ihrem Auto. Sind Sie auch hierfür gerüstet? Für solch einen Fall sind sogenannte mobile Löschmittel das beste Hilfsmittel. Diese Spraydosen werden ebenfalls in diesem Video vorgeführt.

 
 
 

 
Wecken Sie Ihr

Sicherheitsbewusstsein

Seit einigen Jahren herrscht eine gesetzliche Pflicht für Rauchmelder, allerdings existiert keine Regelung für Feuerlöscher in privaten Haushalten. Trotzdem wollen wir verdeutlichen, dass ein Feuerlöscher durchaus eine sinnvolle Anschaffung ist!

Haben Sie beispielsweise bei sich zuhause Rauchmelder angebracht, die nicht miteinander verbunden sind und nicht automatisch die zuständige Feuerwehr, bei einer starken Rauch- oder Brandentwicklung informieren, sollten Sie auf jeden Fall mehrere und für unterschiedliche Brandklassen geeignete Feuerlöscher besitzen.

Ein denkbares Szenario: In Ihrem oberen Stockwerk schlägt ein Rauchmelder an, allerdings veranstalten Sie gerade einen gemütlichen Spieleabend mit der Familie und nehmen das akustische Signal nicht umgehend wahr. Erst nach einer Weile hören Sie den Signalton und riechen die Rauchentwicklung. Natürlich sollten Sie schnellstmöglich die Feuerwehr informieren, allerdings sind Sie mit dem richtigen Feuerlöscher in der Lage den Brandherd einzudämmen!


 
Fragen Sie unbedingt einen

Fachmann

Bevor Sie nun eifrig auf die Suche gehen und den erstbesten Feuerlöscher bestellen bzw. kaufen, den Sie finden, sollten Sie unbedingt nochmal Rücksprache mit einem kundigen Fachmann halten.

Warum sollten Sie das tun?

Sie sind beispielsweise Besitzer eines Einfamilienhauses, so ist es ratsam auf den unterschiedlichen Stockwerken auch verschiedene Feuerlöscher anzubringen. Wie Sie sich vorstellen können, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Fettbrand in der Küche höher, als auf dem Dachboden oder im Keller. Daher sollten Sie genau überlegen, an welchem Ort, Sie welche Stoffe haben. So können Sie in einem Brandfall auch fachgerecht eingreifen, Ihr Hab und Gut schützen und ein größeres Feuer verhindern.

Suchen Sie also nicht einfach Ihren Lieblingsbaumarkt auf, sondern wenden Sie sich an Unternehmen, die Erfahrung in Sicherheitstechnik und Brandschutz haben. Natürlich können Sie auch Ihre örtliche Feuerwehr um Rat bitten.


 
Das ist

Unser Fazit

Wie Sie nun erfahren haben, gibt es beim Thema Feuerlöscher mehr zu beachten, als man vorerst denken mag. Nehmen Sie einen möglichen Brand nicht auf die leichte Schulter! Diesen Fehler haben schon viele Menschen vor Ihnen getan und bitter bereut.

Es besteht zwar keine gesetzliche Pflicht für Privathaushalte einen Feuerlöscher zu besitzen, dennoch kann dies mehr als sinnvoll sein. Wir möchten Ihnen bewusst machen, dass ein Brand jederzeit möglich ist. Somit sollten sie zum Beispiel einen Fettbrand in der Küche nicht mit Wasser löschen! Durch das Wasser würde eine explosionsartige Verteilung des brennenden Fettes stattfinden!

Daher sollten Sie präventiv in einen Feuerlöscher investieren, diesen natürlich auch regelmäßig prüfen und ggf. austauschen lassen.

Schützen Sie also Ihre Familie vor gefährlichen Verletzungen und Ihre geliebten Erinnerungsstücke vor der Vernichtung.

 
Max Schmitt
Max Schmitt
"Sicherheit im Eigenheim ist kein Zufall"! Mein Name ist Maximilian Schmitt und ich habe vor kurzer Zeit mein E-Commerce Studium abgeschlossen. Mit meinen 25 Jahren bin ich im Themengebiet "Sicherheit" noch recht neu. Trotzdem habe ich es mir zur Aufgabe gemacht Ihnen spannende Themen, wichtige Informationen und Unterstützung in diesem Bereich zu bieten, damit Sie ebenfalls in diesem Bereich souveräner und selbstbewusster werden.

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