Entspannt durch die dunkle Jahreszeit? Informieren Sie sich jetzt zum „Tag des Einbruchschutzes“

 
Gemeinsam mit ihren Partnern hat die „Polizeiliche Kriminalprävention" bereits 2012 die bundesweite Öffentlichkeitskampagne K-EINBRUCH ins Leben gerufen. Ziel der Kampagne ist es, die Bevölkerung für eine eigenverantwortliche Einbruchvorsorge zu sensibilisieren, um dadurch letztlich einen Rückgang der Einbruchskriminalität zu bewirken. Zahlreiche Firmen und Verbände sind dem K-EINBRUCH-Netzwerk bereits beigetreten, um die Initiative zu unterstützen. Wichtiger Bestandteil dieser Kampagne ist der bundesweite „Tag des Einbruchschutzes“. Welches Ziel sie damit verfolgen, sowie die wichtigsten Zahlen und Fakten rund um das Thema „Wohnungseinbruch in Deutschland“ finden Sie in diesem Beitrag.
 
 
Was ist der

„Tag des Einbruchschutzes"?

Die Tage werden wieder kürzer und die Dämmerung setzt früher ein. Die Sommerzeit endet und die Uhren werden am letzten Sonntag des Oktobers um eine Stunde zurückgestellt. Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ findet zu diesem Anlass erneut der „Tag des Einbruchschutzes“ statt. Rund um diesen Tag, der dieses Jahr auf den 25. Oktober fällt, sollen Bürgerinnen und Bürger die gewonnene Stunde gerne dazu nutzen, sich über eine eigenverantwortliche Einbruchsvorsorge zu informieren. Die Polizei sowie örtliche Firmen informieren Sie an diesem Tag mit zahlreichen bundesweiten Aktionen kostenlos und umfassend zum Thema „Einbruchschutz“. Wie wichtig die Aufklärung in diesem Bereich noch immer ist, verdeutlichen die nachfolgenden Zahlen und Fakten.
 
Wie häufig wird

in Deutschland eingebrochen?

Bereits seit fünf Jahren gehen die Fallzahlen der Wohnungseinbrüche in Deutschland kontinuierlich zurück. Zwischen 2008 und 2015 gingen die Zahlen konstant nach oben und erreichten ein besorgniserregendes Niveau. Der Höhepunkt lag bei insgesamt 167.136 bundesweit erfassten Fällen. Einbrüche in Boden-, Kellerräume und Waschküchen sind darin noch nicht enthalten. Aufgrund der starken Zunahme von Wohnungseinbrüchen wurde 2017 eine Strafverschärfung durchgesetzt. Auf die überführten Täter wartet bei Einbruch in eine Privatwohnung nun eine Mindeststrafe von einem Jahr. Der Strafrahmen reicht sogar bis zu zehn Jahren Gefängnis.

2016 gab es erstmals wieder einen Rückgang zu verzeichnen, der sich bis dato fortsetzt. Laut aktueller Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) wurden für das Jahr 2019 rund 87.145 Einbruchsdelikte in Wohnungen erfasst. Dies sind zwar 10,6 Prozent weniger als im Vorjahr (2018: 97.504), aber das Einbruchsniveau ist noch immer hoch.
 
267-mal - so oft wird jeden Tag in den deutschen Wohnungen eingebrochen. Die Chancen, die entwendeten Gegenstände wieder zu bekommen oder die Diebe zu fassen, sind leider nicht besonders groß. Die Aufklärungsquote lag 2018 bei gerade einmal 18,1%, im letzten Jahr (2019) sogar nur noch bei 17,4%. Das bedeutet, nicht mal jeder fünfte versuchte oder vollendete Wohnungseinbruch konnte aufgeklärt werden.

Die Entschädigungsleistung der Versicherer blieb 2019 mit rund 300 Millionen Euro auf dem Niveau von 2018. Die durchschnittliche Schadenshöhe kletterte 2019 um 350 Euro auf 3.200 Euro und ist so hoch wie nie zuvor. Nur 11,6 % der Einbruchsopfer haben einen Schaden von unter 50 Euro zu beklagen. Mit 45,2%, beinahe der Hälfte aller Einbrüche, ist ein Schaden in Höhe von 500 bis 5000 Euro zu verzeichnen. Die richtige Sicherung und ein effektiver Schutz Ihrer "eigenen vier Wände" können Einbrüche vorbeugen. Denn für die Sicherheit des eigenen Zuhauses kann jeder Einzelne von Ihnen einen Großteil beitragen.
 
Welche Häuser und Wohnungen

sind besonders gefährdet?

Betroffen sind nicht nur Villen und einsam gelegene Häuser, sondern oft durchschnittliche Einfamilien- und Reihenhäuser oder Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Besonders gefährdet sind üblicherweise Wohnungen im Erdgeschoss. Für die Täter sind mehrere Faktoren entscheidend bevor sie zuschlagen. Sie brechen eher in Häuser und Reihenhäuser

  • von älteren Menschen
  • in der Nähe des Wohnorts des Täters
  • mit einer guten Anbindung zu Hauptstraßen und Autobahnen (Fluchtweg)
  • mit einem gut einsehbaren, rückwärtigen Garten
  • in Gegenden, wo die Grundstückspreise eher hoch sind und es viele Einfamilienhäuser gibt

    ein. Potentielle Objekte werden vorher beobachtet, z. B. durch Observieren der Umgebung, Kontrollanrufe oder Sturmklingeln kurz vor dem Einbruch, um herauszufinden, ob sich jemand im Haus bzw. in der Wohnung befindet. In wenigen Fällen kommt es auch zu einer persönlichen Kontaktaufnahme mit den späteren Opfern. Sie klingeln unter falschem Vorwand an der Tür, um zu sehen, ob ein Einbruch reibungslos möglich ist. Doch auch vor Mehrfamilienhäusern wird kein Halt gemacht. Sie würden wahrscheinlich, wie die Mehrheit, vermuten, dass die obersten Wohnungen die sichersten seien. Dies ist allerdings ein weiterer Irrglaube. In der Regel werden immer die obersten Wohnungen zuerst ausgeräumt, denn je weiter oben der Einbruch stattfindet, desto größer ist die Chance für die Täter, nicht durch Passanten oder Nachbarn entdeckt zu werden.
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    Wann wird

    am häufigsten eingebrochen?

    Es ist ein Mythos, dass die Einbruchsgefahr nachts und in den Ferienzeiten während des Sommers am höchsten ist. Jahreszeitlich gesehen gibt es im Winterhalbjahr deutlich höhere Fallzahlen als im Sommerhalbjahr. Laut Bundeskriminalamt sind die wenigsten Einbrüche im Juli zu verzeichnen. Fast jeder fünfte Einbruch (16,9%) findet im Dezember statt. Dies ist auch der Monat, mit dem wenigsten Tageslicht, für Diebe also optimal um unentdeckt zu bleiben.
    Nachts ist die Gefahr sehr hoch, dass sich die Bewohner zu Hause befinden. Das Risiko, dass zwischen 22 Uhr und 8 Uhr morgens eingebrochen wird, ist deshalb laut eines Reports des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit nur 3% sehr gering. Zwischen 10 und 12 Uhr vormittags liegt das Risiko bereits bei 13,6%.
    Mehr als die Hälfte aller Einbrüche werden laut GDV zwischen 10 und 20 Uhr verübt, da die Täter in diesem Zeitraum ein leeres Haus erwarten. Im Jahr 2019 wurden 33.101 Fälle sogenannter Tageswohnungseinbrüche erfasst. Die Tatzeit liegt hier zwischen 6 Uhr morgens und 21 Uhr abends. Die meisten Einbrüche werden an Freitagen registriert, die wenigsten an Sonntagen.
     
    Wie können Sie sich

    vor Einbrüchen schützen?

     
    Etwa die Hälfte der Einbrüche scheitert inzwischen. Das zeigt: Unsere Maßnahmen wirken.

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CDU)

     
    2019 wurden wie bereits erwähnt 87.145 Fälle bei der Polizei gemeldet. Die Anzahl der Versuche in Höhe von 39.466 angezeigten Fällen ist hier bereits inbegriffen. Beinahe die Hälfte der Einbrecher scheitern mittlerweile bei ihrem Vorhaben. Während 2003 schon 30% der Einbrüche an Sicherheitstechnik scheiterten, lag 2019 der Versuchsanteil bei 45,3%. Die Investition in Sicherheitstechnik lohnt sich, sowohl für private Haushalte als auch für Unternehmen. Dies erschwert das Vorgehen der Einbrecher. Untersuchungen zeigen, dass nahezu jeder zweite Einbruchversuch abgebrochen wird, wenn der oder die Täter länger als fünf Minuten benötigen, um sich Zugang zum Gebäude zu verschaffen.

    Statistisch gesehen wird in Deutschland immer noch ca. alle 6 Minuten eingebrochen. Doch mit der richtigen Sicherheitstechnik lässt sich dies präventiv vermeiden. Schon mit einfachsten technischen Maßnahmen können Sie das Einbruchsrisiko in Ihrem Zuhause erheblich reduzieren.
     
    Reagieren Sie nicht erst dann, wenn Sie Opfer eines Einbruchdeliktes geworden sind. Schützen Sie sich und Ihr Zuhause präventiv vor Unbefugten.

  • Schließen Sie immer alle Fenster und Türen ab, egal wie lange Sie die Räumlichkeiten verlassen.
  • Beachten Sie: auch ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster!
  • Ziehen Sie die Türe nicht nur ins Schloss, sondern versperren Sie sie zweimal!
  • Schließen Sie nach Möglichkeit nur nachts Ihre Rollläden, um für andere nicht erkennbar zu machen, ob jemand zu Hause ist oder nicht!
  • Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit in den Sozialen Netzwerken oder Ihrem Anrufbeantworter!
  • Sollte Ihnen der Wohnungsschlüssel abhandengekommen sein, lassen Sie umgehend den Schließzylinder austauschen!
  • Achten Sie auf verdächtige Fahrzeuge oder Personen, die sich in Ihrer Straße oder beim Nachbarn aufhalten!

    Weitere Tipps wie Sie sich präventiv vor Einbrechern schützen können lesen Sie in unserem Blog Beitrag "10 Tipps für mehr Sicherheit vor Einbrechern".
  • Schützen Sie Ihr Haus
     
    Wer sind die

    Täter und was stehlen sie?

    Nach wie vor dominieren laut Bundeskriminalamt (BKA) unter den Tatverdächtigen deutsche Staatsangehörige und örtlich-regionale Täter. Oftmals sind sie bereits polizeibekannt. Zum Großteil setzen sich die Täter aus „älteren Gewohnheitstätern", Banden von Jugendlichen und Drogenkonsumenten zusammen, die durch Einbrüche ihre Sucht finanzieren. Die meisten Täter sind laut Kriminologen Männer. Allerdings schicken Banden gerne junge Frauen auf Diebestour, da diese weniger auffallen. Weiterhin zugenommen hat der Anteil von überregional und international agierenden Tatverdächtigen, die sogenannten „reisenden Täter". Häufig stammen diese aus Südost- und Osteuropa.

    Möglichst unauffällig und vor allem schnell zu sein ist den Dieben sehr wichtig. Laut Polizeibericht dauert ein Einbruch durchschnittlich gerade einmal fünf Minuten. Zeit, um große und schwere Gegenstände mitzunehmen, bleibt eher nicht. Die Täter bevorzugen kleinere, wertvolle Dinge die beispielsweise gut in der Jackentasche oder in mitgebrachten Taschen verstaut werden können. Bargeld, Schmuck, Smartphones und Laptops werden häufig gestohlen. Fernseher sind aufgrund ihrer Größe hingegen weniger bliebt.
     
    Was sollten Sie

    nach einem Einbruch beachten?

     
    Durch einen Einbruch in die eigene Wohnung wird die höchstpersönliche Privatsphäre besonders stark verletzt. Neben dem materiellen Schaden wird dadurch besonders das Sicherheitsgefühl der Menschen beeinträchtigt. Deshalb hat der Kampf gegen Wohnungseinbruchsdiebstahl eine große innenpolitische Bedeutung.

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CDU)

    Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention

    Für die Opfer ist das gewaltsame Eindringen in ihre Privatsphäre oftmals ein schwerwiegendes Erlebnis. Die Wohnung ist verwüstet, die Schränke durchwühlt, die intimsten Habseligkeiten wurden von den Tätern durchsucht. Neben dem materiellen Schaden leiden die Opfer nicht selten unter teilweise langfristigen psychischen Problemen und der Furcht vor einem erneuten Einbruch mit möglicher Täterbegegnung. Lesen Sie in unserem Beitrag „Wenn es passiert - Folgen eines Einbruchs" mehr zu den Teils schlimmen Nachwirkungen. Nachstehende Punkte gilt es unmittelbar nach der Entdeckung eines Einbruchs zu beachten:

  • Kontaktieren Sie die Polizei unter der Rufnummer 110
  • Fotografieren Sie den Zustand der Wohnung, die Beschädigungen und Einbruchsspuren
  • Verändern Sie bis zum Eintreffen der Polizei nichts in Ihrer Wohnung, fassen Sie nichts an. So ist gewährleistet, dass wichtige Hinweise am Tatort von der Polizei sichergestellt werden können
  • Wurden Ihre EC- oder Kreditkarten gestohlen, sperren Sie diese sofort!
  • Legen Sie gemeinsam mit der Polizei eine sogenannte "Stehlgutliste" an. Beschreiben Sie Ihre gestohlenen Habseligkeiten so genau wie möglich, ggf. mit Gerätenummern oder Fotos.
  • Melden Sie den Einbruch und die Schäden bei Ihrer Versicherung. Legen Sie die Stehlgutliste vor.
  • Bewahren Sie beschädigte Gegenstände so lange auf, bis mit der Versicherung alles geklärt ist.
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    Seit 2015 können private Eigentümer und Mieter Zuschüsse für Maßnahmen zur Sicherung gegen Wohnungs- und Hauseinbrüche in Anspruch nehmen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, bezuschusst die Kosten für Ihre Sicherheitstechnik mit bis zu 20 Prozent. Wie und in welchem Umfang gefördert wird und wo Sie den dazu notwendigen Antrag stellen können, lesen Sie in unserem Beitrag „Geld vom Staat für Einbruchschutz".

    Der Shop von WAGNER Sicherheit beschäftigt sich bereits seit 1956 mit mechanischer und elektronischer Sicherheitstechnik - von Schlössern und Zusatzsicherungen für Fenster und Türen bis hin zu Alarmanlagen, Zutrittskontrollen, Videoüberwachung - hier werden Sie in jedem Fall fündig. Sollten Sie Fragen zu einem der Produkte haben, melden Sie sich gerne unter: info@wagner-sicherheit.de
     
     
    Unser

    Fazit für Sie

     
    Die zurückgehenden Werte sprechen für sich. Sowohl die Zahlen der Einbrüche, als auch die der verhinderten bzw. nicht erfolgreichen Wohnungseinbrüche lassen eine positive Veränderung erkennen. Auch 2020 ist mit einem weiteren Rückgang der Einbruchsdelikte zu rechnen. Beim Einbruchschutz sollte dennoch in keinem Fall nachgelassen werden!

    In Zeiten von Corona sind viele Bewohner überwiegend zu Hause. Ein Einbruch gestaltet sich selbstverständlich schwieriger, wenn sich die Bewohner zu Hause befinden. Allerdings häufen sich mittlerweile die sogenannten Trickbetrüge. Die Täter geben sich als falsche Polizisten, Handwerker oder Angestellte des Gesundheitsamtes aus um ins Innere der Wohnung zu gelangen.

    Die Aufklärungsquote ist noch immer sehr niedrig - es gibt also noch alle Hände voll zu tun. Die Aufklärung im Bereich Einbruchschutz bleibt weiterhin wichtig. Bewohner sollten Ihre Häuser und Wohnungen gegen Einbrecher absichern und sich selbstständig mit dem Angebot aktueller Sicherheitstechnik auseinandersetzen.

    Bleiben Sie sicher!
     
     
     
     
     
    Weitere Informationen zum Thema Einbruchschutz finden Sie hier:

    Öffentlichkeitskampagne K-EINBRUCH unter dem Schirmherren Horst Seehofer: K-EINBRUCH
    Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW: Zuschuss für besseren Einbruchschutz
    Unsere Blogbeiträge zum Thema Einbruchschutz: Bleiben Sie Sicher
    Wagner - Der Schlüssel zur Sicherheit: Die wichtigsten Zahlen und Fakten im Überblick
    Sicherheitstechnik vom Fachhandel: Wagner Sicherheit: Sicherheitstechnik
    Initiative für Einbruchprävention "Nicht bei mir!: Initiative für aktiven Einbruchschutz
    Eigenen Sicherheitscheck online und in wenigen Minuten durchführen: Interaktiver Einbruchschutz-Check

    Alle Angaben ohne Gewähr
    Quelle: (PKS Jahrbuch 2019, Band 1, Version V1.0)
     
    Nadine Dörfl
    Nadine Dörfl
    Hallo, ich heiße Nadine Dörfl, bin 30 Jahre jung und lebe im schönen Würzburg. Mein E-Commerce Studium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt hat mich zur Wagner Sicherheitstechnik GmbH in Gerbrunn geführt. Das Thema Haussicherheit liegt mir ganz besonders am Herzen, weshalb ich es mir zur Aufgabe gemacht habe, unsere Leser über all Ihre Möglichkeiten, sich und ihr Heim richtig und vor allem präventiv zu schützen, zu informieren.

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