Neue Technik im Einsatz gegen Einbrecher

Einbrecher mit Polizeiabsperrung

Es ist der Albtraum eines jeden Haus- oder Wohnungseigentümers: Ein Einbruch in die eigenen vier Wände. Für Deutschland zeigt der Trend, dass die Zahl der Einbrüche weiter stark angestiegen ist. Jetzt steht der Polizei ein neues Hilfsmittel im Kampf gegen die Diebe zur Verfügung: Das „Precobs“-Programm.

Ein Einbruch verursacht nicht immer nur materiellen Schaden. Für viele Betroffene bringt dieses Eindringen in die eigene Privatsphäre auch einen erheblichen Verlust ihres persönlichen Sicherheitsgefühls mit sich. Mit diesen Folgen haben sie deshalb oft lange zu kämpfen. Oftmals bleibt die Furcht bestehen, dass sich das alles wiederholen könnte – eine Befürchtung, die nicht ganz unberechtigt ist. Auch zuvor getroffene Sicherheitsmaßnahmen helfen nicht immer gegen die Gefahr, selbst Opfer eines Einbruchs zu werden. Genauso wie die zunehmend organisierte und immer dreistere Vorgehensweise der Täter, rüstet auch die Polizei zur Bekämpfung eben dieser im Gegenzug weiter auf.

 

Polizei testet neue Hilfsmittel gegen Einbrecher

Precobs Programm

Als einziges Bundesland kann Bayern im deutschlandweiten Vergleich mit den anderen Bundesländern sinkende Fallzahlen aufweisen. Um diese erfreuliche Entwicklung weiter zu stärken, setzt die bayerische Polizei nun auf ein völlig neuartiges System. Mit Hilfe einer Software namens „Precobs“ können so Prognosen erstellt werden, in welchem Bezirk die Wahrscheinlichkeit für weitere Einbrüche am höchsten ist. Der Name „Precobs“ steht für „Pre Crime Observation System“. Die Anwendung basiert auf der Erkenntnis, dass Einbrecher mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb einer Woche zum Ort eines erfolgreichen Einbruchs zurückkehren. So wird Kriminalität berechenbar.

Dazu werden von der Polizei alle bekannten Daten von Einbrüchen, wie Tatort, Tatzeit, Beute und Vorgehensweise bei Taten der vergangenen Jahre in der Software vermerkt. Diese Art des Sammelns und Bewertens großer Datenmengen wird auch mit dem englischen Begriff „Data-Mining“ bezeichnet. Die Vorhersagen von „Precobs“ beruhen dabei auf Korrelationen: Folgt auf Ereignis A und B oft genug C, wird das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch beim nächsten Mal der Fall sein. Besonders gefährdete Quartiere werden dann, mit Hilfe dieser Methode, auf einer digitalen Stadtkarte mit roten Quadraten markiert. Ein Quadrat entspricht dabei 250 mal 250 Metern. Durch eine verstärkte Polizeipräsenz im näheren Umfeld des Tatorts können so weitere Diebestouren verhindert werden. Vor allem gegen professionelle Täter soll das Wirkung zeigen.

Noch befindet sich das System in der Testphase. Doch schon jetzt lässt sich in den erprobten Städten München und Nürnberg eine im Vergleich zum Vorjahr sinkende Fallzahl beobachten. Städte wie Stuttgart und Karlsruhe sind nun seit 2015 ebenfalls testweise Nutzer der Software. Sollte sich das System bewähren, werden weitere Städte im In- und Ausland folgen.

 

Was kann man selbst gegen Einbrecher tun?

Schutz gegen Einbrecher

 

Doch Sicherheit fängt immer im Kleinen an. Auch selbst kann man mit einfachen Verhaltensweisen den Einbrechern das Leben etwas schwerer machen. Die Polizei rät dazu, Fenster und Türen beim Verlassen des Hauses immer verschlossen zu halten, auf fremde Personen in der Nachbarschaft zu achten und bei Verdacht die Polizei zu informieren. Außerdem sollte bei einem Verlust des Haus- oder Wohnungsschlüssels der Schließzylinder ausgewechselt werden. Falls Sie einmal für längere Zeit verreisen, ist es sicherer, dies nicht in sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Weiteren Schutz bieten elektronische und mechanische Melde- und Sicherheitsanlagen, die unbefugtes Eindringen automatisch den zuständigen Stellen melden.

 

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Sven Dreißigacker
Sven Dreißigacker
"Mit Sicherheit gut informiert" Mein Name ist Sven Dreißigacker, ich bin 31 Jahre alt. Was den Bezug zum Thema Sicherheit angeht bin ich zugegebener Maßen der "Jungspund" im Team. Jedoch bin ich durch langjährige Erfahrungen im Bereich der modernen Medien in der Lage, das Thema Sicherheit auf eine neue Art und Weise zu beleuchten. Mein Ziel ist es, mehr Menschen zu erreichen und zu informieren.

2 Comments

  1. RainerS sagt:

    Auch als Privatperson macht ein Wandtresor absolut Sinn. Nicht nur als Schutz gegen Einbruch, sondern wie bei uns als Schutz bei einem Wohnzimmerbrand. So konnten wir wichtige Dokumente und auch alte Familienerbstücke sichern. Glück im Unglück, wie man so schön sagt

    • Sven Dreißigacker sagt:

      Hallo Rainer,

      das kann man wohl sagen *auch wenn du nur ein Backlink willst ;)*. Jeder Private Haushalt hat Erbstücke, Wertsachen, Dokumente, etc. die zu ersetzten Unmöglich bis sehr aufwendig ist. Man hat leider keinen Garant, auch wenn man sich noch so oft sagt: “ Och bei mir passiert sowas doch nicht.“ Es ist in jedem Fall zu empfehlen präventive Maßnahmen zu ergreifen. Das erspart, wie Du beispiellos aufzeigst, in einer sowieso schon recht unschönen Situation zusätzlichen Ärger.

      Ich empfehle jedem der mich fragt eine Anschaffung in diese Richtung. Zumal es ja schon recht günstige feuerfeste Dokumentenkassetten gibt.

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