Eine schöne Bescherung: Einbruch in der Weihnachtszeit

Weihnachtsmann rennt vor Mann weg

Die Weihnachtszeit stellt für viele Menschen eine besinnliche Zeit dar. Eine Zeit, in der die Menschen zur Ruhe kommen, Familien näher zusammen rücken und man auf das vergangene Jahr zurückschaut. Doch gerade dieser geruhsame Jahresabschnitt bietet Einbrechern beste Chancen: Nicht nur, dass Menschen emotionaler und spendabler reagieren. Zudem stehen auch viele aushäusige Unternehmungen an. Besorgungen müssten getätigt werden, die Weihnachtsmärkte eröffnen und der Winterurlaub steht vor der Tür. Zudem schafft die frühe Dunkelheit ein optimales Arbeitsumfeld für einen Einbruch in der Weihnachtszeit.

 

Polizeimeldung: Einbrüche zu Weihnachten

Beim Durchstöbern der Polizeimeldungen nach „Einbrüchen in der Weihnachtszeit“ wird man schnell fündig. Alleine die Polizei Mannheim registriert um die Weihnachtszeit herum über 150 Einbruchversuche in der Region. Ebenfalls meldet die Polizei Nordrhein-Westfalen „Einbrecher haben keine Weihnachten“. Hierauf folgt eine Liste der geglückten Einbruchdelikte. Es ist auffällig, dass Einbrecher nicht nur in Privathäuser eindringen, sondern es auch auf Unternehmen und öffentliche Einrichtungen abgesehen haben. „In der Nacht vor Heilig Abend drangen unbekannte Täter in eine Kirche ein. Dabei entnahmen sie Bargeld aus den Büroräumen der evangelischen Kirchengemeinde“ heißt es in der Polizeimeldung. Ebenso verschafften sich Täter in Freiburg Zugang zu einem Firmengebäude und brachen mit Gewalt Schränke und Türen auf. Schließlich entwendeten sie Bargeld und durchsuchten mit aufgefundenen Schlüsseln den restlichen Firmenkomplex nach Beute.

 

Privathaushalte besonders getroffen

Dass Einbrecher an den Weihnachtsfeiertagen in Bürogebäude einzudringen, ist nicht verwunderlich. Diese stehen größtenteils leer und versprechen einen lohnenden Raubzug. Doch ein Einbruch in ein Privathaus in der Weihnachtszeit trifft den einzelnen Menschen doch auf ganz anderer Ebene. Hier sind es oftmals nicht nur Wertgegenstände, die gestohlen werden sondern auch die liebevoll ausgesuchten Geschenke für Familie und Freunde. Für Kinder ist ein solcher Zugriff besonders schwer zu verkraften.

Gerade zur besinnlichen Weihnachtszeit wirkt solch ein massiver Zugriff in die Privatsphäre traumatisch. Die Folgen eines Einbruchs sind daher nicht nur ökonomischer sondern auch psychischer Natur. Das Sicherheitsbedürfnis und das Vertrauen der Menschen sind beschädigt. Die Vorfreude auf das Weihnachtsfest ist gedämpft.

 

Spiel mit den Emotionen

Gerade zur Weihnachtszeit sollten die Bürger ihre Augen nach organisierten Banden offen halten. Diese werden gezielt eingesetzt, um Einbrüche in der dunklen Jahreszeit zu begehen. Nicht selten spielen diese Täter mit den Emotionen der Menschen, die in der Vorweihnachtszeit besonders spendabel und gutgläubig sind. Der Wunsch, Gutes zu tun, kann durch organisierte Einbrecher  ausgenutzt werden. Sie sprechen die Menschen unter anderem direkt an und klingeln nicht selten auch an der Wohnungstür.

„Haben Sie keine Scheu in so einem Falle den Notruf 110 zu wählen und uns zu informieren“ warnt die Polizei. Mit Hilfe dieser Hinweise unterstützen aufmerksame Bürger die Ermittler dabei, solchen organisieren Gruppen das Handwerk zu legen.

 

Polizeitipps zur Weihnachtszeit

Damit Sie den wohlverdienten Weihnachtsurlaub genießen können, hat die Polizei Bielefeld einige Tipps parat um Dieben vorzubeugen:

  1. Wohnungen und Häuser bei längerer Abwesenheit durch Verwandte, Bekannte, Nachbarn bewohnt erscheinen lassen: Briefkasten leeren, Rollläden herunterlassen, Fernseher oder Radio betätigen. Hier bietet sich der Einsatz von Fake TV Fernsehsimulatoren an.
  2. Nutzen Sie Zeitschaltuhren, um bei Abwesenheit das Haus zu beleuchten.
  3. Verzichten Sie auf Mitteilung über Abwesenheit auf Ihrem Anrufbeantworter und in sozialen Netzwerken.
  4. Es klingt simpel: Verschließen Sie beim Verlassen des Hauses alle Fenster, egal wie kurz sie die Wohnung verlassen. Gekippte Fenster sind offene Fenster.
  5. Mit nur einem Griff können Einbrecher eine ins Schloss gezogene Tür öffnen. Genauso leicht ist es für Sie, diese Türe beim Verlassen sorgsam zu verschließen.
  6. Lassen Sie nur Menschen in die Wohnanlage, die wirklich dort wohnen oder zu Ihnen möchten. Hierzu versichern Sie sich durch einen Blick aus dem Fenster, wer dort klingelt.
  7. Nutzen Sie konsequent Sicherheitstechnik und rüsten Sie Fenster mit Fensterzusatzschlössern nach.

Tipp: Dies sind nur einige simple Kniffe mit großer Wirkung. Weitere Tipps, wie Sie mit wenig Aufwand  Ihre eigenen vier Wände gegen Unbefugt absichern können, erhalten Sie in unserem Artikel 10 einfache Tipps für mehr Sicherheit .

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine geruhsame Weihnachtszeit. Kommen Sie sicher durch den Winter!

Infografik So können Sie sich vor Einbrechern schützen und unbesorgt in den Weihnachtsurlaub fahren.

Infografik Sicherheit Zuhause: So können Sie sich vor Einbrechern schützen und unbesorgt in den Weihnachtsurlaub fahren. In Zusammenarbeit mit Hausfrage.

 

 

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Charlotte Kalz
Charlotte Kalz
"Mit Sicherheit gut informiert" Mein Name ist Charlotte Kalz und bin nun 33 Jahre alt. Da die Themengebiete Sicherheit und Psychologie Hand in Hand gehen, ist es mir wichtig, die Menschen hierfür zu sensibilisieren und aufzuklären. Mit langjähriger Erfahrung im Online-Bereich erhoffe ich mir, die Artikel interessierten Leserinnen und Lesern so angenehm wie möglich zu gestalten.

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